
Brennwelten und Brennweiten werden hier zu einem übergreifenden Prinzip: In den Arbeiten aller drei Positionen wird durch Energie, Formgebung und Blickentscheidung Material gestaltet und Wahrnehmung bewusst gelenkt.
Feuer und Flamme verbinden die Arbeitstechniken von Angelika und Heinrich Keller: Ohne dieses Medium wäre der Ton nicht zu seiner Härte und Dauerhaftigkeit zu führen, wäre der Stahl nicht zu formen, zu trennen und zu verbinden. Insoweit sind die Werke des Künstlerpaares in ihrem Werdegang verwandten Prozessen ausgesetzt gewesen und sind zudem ähnlichen Ursprungs, nämlich als Rohmaterial unmittelbar der Erde entnommen, als Ton oder als Erz. Stets spiegelt die Gestaltung von keramischen und stählernen Arbeiten ein von Respekt geprägtes Spiel mit den Elementen wieder.
In seiner Arbeit untersucht Günther Kròl Orte, die von Zeit, Nutzung und Verfall geprägt sind. Alte Industrieanlagen, verlassene Räume und geprägte Landschaften stehen im Fokus seiner Bildserie. Die bewusste Wahl der Brennweite bestimmt Bildwinkel, Perspektive und räumliche Wirkung. Komposition und Lichtführung strukturieren die Fotografien und machen Stimmungen wie Stille, Spannung oder Melancholie sichtbar. Krols Bilder laden zum genauen Hinschauen ein.