{"id":1339,"date":"2016-11-16T12:04:54","date_gmt":"2016-11-16T12:04:54","guid":{"rendered":"http:\/\/schaffrath-haus.com\/wp\/?p=1339"},"modified":"2016-11-16T12:04:54","modified_gmt":"2016-11-16T12:04:54","slug":"feuer-und-flamme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schaffrath-haus.com\/?p=1339","title":{"rendered":"Feuer und Flamme"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/schaffrath-haus.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Einladung-Keller.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1337\" alt=\"Layout 1\" src=\"https:\/\/schaffrath-haus.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Einladung-Keller-150x300.jpg\" width=\"150\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schaffrath-haus.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Einladung-Keller-150x300.jpg 150w, https:\/\/schaffrath-haus.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Einladung-Keller-512x1024.jpg 512w, https:\/\/schaffrath-haus.com\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Einladung-Keller.jpg 1240w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u201eFeuer und Flamme&#8220; verbinden die Arbeitstechniken von<\/strong><\/p>\n<p><strong> Angelika und\u00a0 Heinrich Keller:<\/strong><\/p>\n<p>Ohne dieses Medium w\u00e4re der Ton nicht zu seiner H\u00e4rte und Dauerhaftigkeit zu f\u00fchren,w\u00e4re der Stahl nicht zu biegen, zu formen oder zu trennen. Insoweit sind die Werke der beiden K\u00fcnstler in ihrem Werdegang verwandten Prozessen ausgesetzt gewesen und sind zudem \u00e4hnlichen Ursprungs, n\u00e4mlich als Rohmaterial unmittelbar der Erde entnommen, als Ton oder als Erz.<\/p>\n<p><strong>Angelika Keller &#8211; Keramikbildhauerin<\/strong><\/p>\n<p>Angelika Keller stammt aus \u00dcbach-Palenberg, lebt und arbeitet seit mehr als 30 Jahren auf einem mehr als 200 Jahre alten Bauernhof in Aldenhoven. Meist verwendet sie grob schamottierten Ton f\u00fcr ihre Werke und verarbeitet ihn unter Einsatz verschiedener Techniken, die sie gerne kombiniert und dabei immer wieder andere Materialen mit einflie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das sind meist Fundst\u00fccke aus der Natur oder vergessene und aufgegebene &#8222;Zivilisationsgegenst\u00e4nde&#8220;, die so Teil einer neuen Sch\u00f6pfung werden. Ihre Arbeiten sind oft von mystischer, archaischer, tierischer oder menschlicher Gestalt oder einzigartige Mischwesen, die heiter oder nachdenklich stimmen, die ber\u00fchren oder auch absto\u00dfen, wie z.B. die &#8222;H\u00f6llenhunde&#8220;, der &#8222;Rattenschwarm&#8220; oder der &#8222;Rabenvater&#8220;.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrt den Betrachter h\u00e4ufig zu einem Nachdenken und in der Folge zu einem Dialog mit dem Werk. Angelika Keller vertritt die Meinung, dass \u201eKunst bewegt&#8220; &#8211; wen oder was auch immer &#8230;<\/p>\n<p>Im Atelier entstehen Werke von der Kleinplastik bis hin zu raumgreifenden Arbeiten f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Raum, hierzu beispielhaft erw\u00e4hnt: \u201eFischstele&#8220;, ein Kreisverkehrsgestaltung am Blausteinsee, Eschweiler \u201eW\u00e4chter&#8220;, eine Stele im Park von Schloss Zweibr\u00fcggen, \u00dcbach-Palenberg \u201ePrinzofant&#8220;, die Teilnahme an einem weltumspannenden Projekt mit dem Titel \u201eElephant-Parade&#8220;, welches sich der Arterhaltung freilebender Elefanten verschrieben hat. Angelika Kellers Werk ist in der Luxemburger Innenstadt dauerhaft aufgestellt.<\/p>\n<p><strong>Heinrich Keller &#8211; Stahlbildhauer<\/strong><\/p>\n<p>Heinrich Keller, 60 Jahre alt, stammt aus Alsdorf bei Aachen und lebt in Aldenhoven. Seit mehr als 25 Jahren setzt er sich mit der k\u00fcnstlerischen Bearbeitung von Stahl auseinander und wendet dabei die archaisch anmutende Technik des klassischen Brennschneidens an, wovon die bisweilen schroffen Konturen seiner Arbeiten zeugen. Daneben bedient er aber auch anderer Techniken des Trennens und der Formgebung und setzt hierbei gewonnene Elemente sp\u00e4ter zu einem Objekt zusammen, bisweilen versetzt mit Fundst\u00fccken, die von einem fr\u00fcheren Leben in g\u00e4nzlich anderer Verwendung erz\u00e4hlen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die durch Brennschneiden entstandenen Arbeiten in der Reduzierung ihrer Form bisweilen symbolisch anmuten, kommen die zusammengef\u00fcgten Werke eher detailliert, ja bisweilen spielerisch daher. Manche dieser j\u00fcngeren Arbeiten m\u00f6chten, dem Motiv oder dem Titel inneliegend, eine Aussage treffen, keineswegs im Sinne einer Belehrung sondern vielmehr als h\u00f6fliche Anregung, sich mit der Arbeit gedanklich ein wenig zu besch\u00e4ftigen, bisweilen in erheiternder Weise oder auch nachdenklich stimmend, wenn menschliche Vorlieben und Gewohnheiten oder gar Laster ebenso skizziert werden wie die gro\u00dfen Probleme unserer Zeit.<\/p>\n<p>Heinrich Keller vertritt die Meinung, dass die Kunst sich selbst nicht zu ernst nehmen sollte und dass weder das Werk noch der Kunstschaffende sich selbstbespiegelnd in den Mittelpunkt r\u00fccken sollten.<\/p>\n<p>Kunst ist, will sie mehr als nur Dekoration sein, ein Medium, das Gedanken, Anst\u00f6\u00dfe und Botschaften transportieren kann. Gerade in einer Zeit des kollektiven Hinnehmens unheilf\u00f6rdernder Entwicklungen, von Verantwortlichen oft nur mit einer Erkl\u00e4rung vermeintlicher Betroffenheit belegt, kann gerade die Kunst sich die Freiheit nehmen, die Dinge ins Licht zu r\u00fccken, damit sie beachtet und betrachtet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eFeuer und Flamme&#8220; verbinden die Arbeitstechniken von Angelika und\u00a0 Heinrich Keller: Ohne dieses Medium w\u00e4re der Ton nicht zu seiner H\u00e4rte und Dauerhaftigkeit zu f\u00fchren,w\u00e4re der Stahl nicht zu biegen, zu formen oder zu trennen. 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